Pyrolyse
Die Drehtrommel-Pyrolyse ist ein thermischer Zersetzungsprozess, der je nach Einsatzprodukt in einer reduzierenden Atmosphäre und bei Temperaturen bis 950 C abläuft. Sie kommt als kontinuierliches Wiederaufbereitungs- und Ent- sorgungsverfahren für Rückstände aus dem Chemie- bzw. Raffinerie-Bereich sowie für Abfälle aus der Industriellen-, Kommunalen- und Recycling- Wirtschaft zum Einsatz.
Ausgehend von den Erfahrungen aus den 30’er und 40’er Jahren, wo es in erster Linie um die Erhöhung der Produktausbeute von Hydrieranlagen ging, hat VTA seit den 80’er Jahren die Pyrolyse zum VTA-LTC-Verfahren in einer industriellen Pilotanlage weiterentwickelt.
Das VTA-LTC-Verfahren eröffnet durch den Einsatz der robusten Drehtrommeltechnik die Möglichkeit der Behandlung von nahezu allen Abfall-und Reststoffarten, die thermisch zersetzbar sind, insbesondere aus der ÖL- und Chemieindustrie. Es können aber auch Hausmüll, Bioabfälle, Altreifen, Schredder-Feingut, CFK-Abfall, Klärschlämme, Elektronikschrott und Rück- stände von nachwachsenden Energieträgern verarbeitet werden.
Der wesentliche Vorteil liegt in seiner hohen Flexibilität bezüglich der Betriebsparameter sowie seinen hervorstechenden Fördereigenschaften und seiner Toleranz bezüglich wechselnder Einsatzguteigenschaften.
Das Kernstück des VTA-LTC-Verfahrens ist der indirekt beheizte Dreh- rohrreaktor. In wärmetechnischer Hinsicht bietet er die Möglichkeit, durch entsprechende Regelung die Beheizung für beliebige Temperaturprofile einzustellen.
Besonderheiten des VTA-Drehtrommelreaktors sind:
- Sein innen liegender Rollkörper mit seinen wartungsfreien Gleitlagern, der die Wände des Reaktors frei von Ablagerungen hält.
- Seine 100% Abdichtung der statisch angeordneten Köpfe.
Für die Rütgerswerke wurde von VTA eine Drehtrommel für den groß- industriellen Betrieb und einer Durchsatzleistung von 7 t/d bis max. 9 t/d für die thermische Umwandlung von Steinkohlenteerpech geliefert und in Betrieb genommen.
Ein Großchemie-Unternehmen in den USA hat VTA mit der Planung, Lieferung und Inbetriebnahme einer großindustriellen Pyrolyse-Anlage für die Rück- gewinnung von Nickel und Monomer beauftragt. Das Einsatzprodukt in einer Menge von 2,3 t/h ist eine flüssig-pastöse Mischung von Rückstandsprodukten aus der Polyamid-Produktion.
Ausgehend von den positiven Erfahrungen mit den vorstehend aufgeführten Anlagen wurde von VTA ein besonderes Augenmerk auf die weitere Ent- wicklung der Drehtrommmel-Pyrolyse-Anlagen gelegt, die für den Einsatz zur thermischen Umwandlung von Reststoffen (Kreislaufwirtschaft) geeignet sind. Ihr Einsatzgebiet ist nahezu unbegrenzt, sie ermöglicht die Rückgewinnung von wertvollen Rohstoffen und die Erzeugung von alternativer Energie.






