Not-Aus-Konzepte
Die verschiedenen im Einsatz befindlichen Prozessleitsysteme verfügen über redundante Bussysteme unterschiedlicher Leistungsfähigkeit. Diese Systeme sind jedoch in vielen Fällen nicht zur Übertragung sicherheitsgerichteter Signa- le zugelassen.
Sicherheitsabschaltungen müssen daher auf anderem Weg realisiert werden. Zwei Varianten sind hierfür sinnvoll:
- Herkömmliche Verdrahtung über einzelne Kupferleitungen (z.B. bei kurzen Entfernungen)
- Erfassung der Abschaltsignale über sicherheitsgerichtete und hochver- fügbare SPSen, Übertragung der Signale über sicherheitsgerichteten Bus und Verteilung auf Einzelsignale in der Anlage (siehe Beispielskizze)

Realisierte Variante
Variante 1: Signalübertragung über herkömmliche Verdrahtung
- Verlegung von Kupferleitungen in Abhängigkeit von der Anzahl der Signale erforderlich
- durch Potentialunterschiede über größere Entfernungen wird eine galvanische Entkopplung notwendig
- Bei Störungen nur einzelne Signale betroffen
- eine Erweiterung der Signale ist auf die geplanten Reserven begrenzt, aber ohne Beeinflussung des laufenden Teils
Variante 2: Signalübertragung über ein Bussystem
- Änderungen sind bei laufender Anlage möglich
- Bei Verwendung von Lichtwellenleitern (LWL) ergeben sich keine EMV-Probleme, bei anderen Busübertragungsmedien ist eine Trennung mit geringem Aufwand möglich
- durch Systemredundanzen ist die Auswirkung von Störungen begrenz- bar
- Erweiterungen können mit geringem Aufwand erfolgen, sind aber u. U. mit einer Gesamtabstellung verbunden (durch Redundanz zu umgehen)
VTA - Ansprechpartner
+49 (0) 209 / 9515-0






