Sicherheit hat höchste Priorität

Not-Aus-Konzepte

Die verschiedenen im Einsatz befindlichen Prozessleitsysteme verfügen über redundante Bussysteme unterschiedlicher Leistungsfähigkeit. Diese Systeme sind jedoch in vielen Fällen nicht zur Übertragung sicherheitsgerichteter Signa- le zugelassen.

Sicherheitsabschaltungen müssen daher auf anderem Weg realisiert werden. Zwei Varianten sind hierfür sinnvoll:

  1. Herkömmliche Verdrahtung über einzelne Kupferleitungen (z.B. bei kurzen Entfernungen)
  2. Erfassung  der Abschaltsignale über sicherheitsgerichtete und hochver- fügbare SPSen, Übertragung der Signale über sicherheitsgerichteten Bus und Verteilung auf Einzelsignale in der Anlage (siehe Beispielskizze)

Realisierte Variante

Realisierte Variante


Variante 1: Signalübertragung über herkömmliche Verdrahtung

  • Verlegung von Kupferleitungen in Abhängigkeit von der Anzahl der Signale erforderlich
  • durch Potentialunterschiede über größere Entfernungen wird eine galvanische Entkopplung notwendig
  • Bei Störungen nur einzelne Signale betroffen
  • eine Erweiterung der Signale ist auf die geplanten Reserven begrenzt, aber ohne Beeinflussung des laufenden Teils

Variante 2: Signalübertragung über ein Bussystem

  • Änderungen sind bei laufender Anlage möglich
  • Bei Verwendung von Lichtwellenleitern (LWL) ergeben sich keine EMV-Probleme, bei anderen Busübertragungsmedien ist eine Trennung mit geringem Aufwand möglich
  • durch Systemredundanzen ist die Auswirkung von Störungen begrenz- bar
  • Erweiterungen können mit geringem Aufwand erfolgen, sind aber u. U. mit einer Gesamtabstellung verbunden (durch Redundanz zu umgehen)

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